MRT – Magnetresonanztomographie
Die Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt, erzeugt Schnittbilder des Körpers – ganz ohne Röntgenstrahlung. Die Untersuchung ist schmerzfrei.
- Strahlung
- keine Röntgenstrahlung
- Dauer
- 10 bis 45 Minuten, je nach Fragestellung
- Kontrastmittel
- in etwa 30 % der Fälle
Was ist eine MRT?
Das Untersuchungsgerät besteht aus einem starken, supraleitenden Magneten – daher die tunnelförmige Bauweise. Die Bilder entstehen durch das Senden und Empfangen von Hochfrequenzimpulsen; dazu werden kleine Spulen auf den Untersuchungsbereich gelegt.
Die MRT eignet sich besonders zur Darstellung von Weichteilgewebe und dessen Veränderungen. Sie wird aber auch eingesetzt, um Knochen zu beurteilen, etwa bei Brüchen, Zysten oder Tumoren. Schädliche Langzeitwirkungen der Methode sind nicht bekannt.
Vorbereitung
- Metall ablegen: Wegen des starken Magnetfelds legen Sie vor der Untersuchung Schmuck und alle Metallteile ab. Uhren, Hörgeräte, Bank- und Kreditkarten dürfen nicht in die Nähe des Geräts.
- Implantate angeben: Gelenkprothesen, Metallplatten oder Zahnersatz sind meist kein Problem, weil die meisten medizinischen Implantate nicht magnetisch sind. Sagen Sie dem Team aber in jedem Fall, wenn Sie metallhaltige Teile im Körper tragen.
- Piercings entfernen: Körperschmuck aus Metall muss vor der Untersuchung entfernt werden – notfalls in einem Piercingstudio – oder das Studio bestätigt schriftlich, dass er nicht magnetisch ist.
- Nüchtern bleiben, wenn nötig: Bei Untersuchungen der Bauchorgane, vor allem der Gallenwege (MRCP), und bei geplanter Kontrastmittelgabe kommen Sie nüchtern. Medikamente dürfen Sie mit Wasser einnehmen. Wie lange Sie nüchtern bleiben, erfahren Sie bei der Terminvereinbarung.
- Unterlagen mitnehmen: Bringen Sie den Überweisungsschein mit. Ob eine chefärztliche Bewilligung nötig ist, klären Sie bei der Terminvereinbarung.
So läuft die Untersuchung ab
Sie liegen auf einer Liege, die langsam in die Öffnung des Geräts fährt. Je nach Körperregion befinden Sie sich ganz oder nur teilweise im Gerät. Das Gerät ist am Kopf- und am Fußende offen, innen hell beleuchtet und belüftet.
Zu Beginn ist es still. Dann hören Sie einzelne Klopfgeräusche, die in ein rhythmisches Klopfen übergehen – das ist die eigentliche Messung. Weil das als laut empfunden werden kann, bekommen Sie einen Gehörschutz.
Wichtig ist, dass Sie ganz ruhig liegen bleiben und gleichmäßig atmen, damit die Bilder nicht verwackeln. Bei manchen Untersuchungen werden Sie gebeten, kurz die Luft anzuhalten. Das Team hört Sie während der ganzen Untersuchung und sieht Sie über eine Kamera. Mit einer Notfallglocke können Sie sich jederzeit bemerkbar machen.
Kontrastmittel
In etwa 30 % der Fälle verbessert ein Kontrastmittel die Aussagekraft der Bilder. Es wird während der Untersuchung in eine Armvene gespritzt und ist in der Regel sehr gut verträglich. Allergische Reaktionen sind äußerst selten.
Vor der Untersuchung werden Sie gefragt, ob eine Unverträglichkeit bekannt ist. In diesem Fall wird aus Sicherheitsgründen auf das Kontrastmittel verzichtet.
Bei Platzangst
Sagen Sie es bitte schon bei der Terminvereinbarung. Bei Bedarf ist ein Beruhigungsmittel möglich – dann dürfen Sie danach nicht selbst Auto fahren und kommen am besten mit einer Begleitperson. Bei manchen Untersuchungen, etwa des Kniegelenks, bleibt der Oberkörper vollständig außerhalb der Röhre. Mehr dazu unter Fragen & Antworten.
Nach der Untersuchung
Im Anschluss werden die Aufnahmen nachbearbeitet und befundet. Im Institut Dr. Doringer erhalten Sie Ihre Bilder unmittelbar nach der Untersuchung. Im Institut Dr. Kubin können Bilder und Befund in der Regel am nächsten Werktag abgeholt werden.
Bilder und Befund können auch an Ihre Adresse oder an Ihre zuweisende Ärztin bzw. Ihren zuweisenden Arzt gesendet werden – an die Zuweisenden auch über das webbasierte Bildübertragungssystem e-ray.